Nachdem in Burgstädt schon 1875 die erste Kleingartenanlage (Naturheilverein) gegründet wurde, entstanden 1919 auch in der damaligen Gemeinde Burkersdorf 75 Kleingärten auf einer Fläche von insgesamt 3,5 Hektar (ha). Bereits 4 Jahre später konnte die Anlage an der Mohsdorfer Straße um weitere 11 Gärten erweitert werden.

Die Gartenanlage erhielt den Namen:
"Schrebergärtner Verein e.V." Burkersdorf.
 
Paul Lorenz war 1926 der 1. Vorsitzende des Gartenvereins.
 
Nachweislich erfolgte die Gründung der Kleingartengemeinschaft (ltd. Pachtvertrag) erst am 1. Oktober 1928.
 
Im Jahre 1930 wurde der Gartenfreund Kurt Rösler zum Vorsitzenden gewählt. Durch die Eingemeindung nach Burgstädt im Jahr 1935 gehörte die Anlage nun zum Territorium der Stadt und bekam den Namen:
Gartensparte "Burgstädt-Nord e.V."
 
Das Leben im Gartenverein entwickelte sich im Sinne des Dr. Schreber recht positiv. Der Vorstand bemühte sich immer um das Wohlbefinden seiner Mitglieder und kümmerte sich auch um die Anlagenbesucher. Auf dem Festplatz, dem jetzigen Gartenheim gegenüber, stellte man 1925/26 einen Verkaufswagen auf, der bis zum Bau des massiven Gartenheims 1935 seinem Zweck diente.
 
Nach dem Krieg nahm der Wunsch nach einem Kleingarten zu. Ein weiteres Areal zwischen dem Peniger Forst und der Helsdorfer Straße, das im Zuge der Brachlandsanierung der Bodenreformkommision freigegeben wurde, konnte nun den angehenden Gärtnern zur Nutzung übergeben werden. Den weiten Weg von über 2 km nahmen die Kleingärtner gern in Kauf.
 
Die Gartenfreunde hatten sich ein grünes Paradies geschaffen, wo sie sich nach der Arbeit erholen konnten, einen Ort um miteinander zu reden und sich auszutauschen, einen Ort, an dem sie sich entspannen, aber auch körperlich aktiv sein konnten.
 
Um eine lohnenswerte Bewirtschaftung zu gewährleisten und gleichzeitig noch Raum für ausreichende Erholung zu lassen, legte man die Gartengröße auf etwa 300 qm fest. Der Pachtpreis von anfänglich 6 Pfennige / qm konnte bis ins Jahr 1990 aufrechterhalten werden. Er kletterte nach Anschluss an das öffentliche Wassernetz kurzfristig auf 13 Pfennige und fiel wieder nach Einbau von Wasseruhren.
 
In Jahre 1949 wurde die Gartenanlage in die "Kleingartenhilfe" des FDGB - Kreis Rochlitz e.V. eingegliedert, da alle Schrebergartenvereine von der SMAD (sowjetische Militäradministration) aufgelöst wurden.
 
Ab 1954 gehörte die Sparte "Kleingarten Burgstädt Nord" zum Kreisverband der Kleingärtner & Kleintierzüchter (VKSK) Karl-Marx-Stadt. Mit der Gründung der Kreisverbände wurde ltd. Verordnung vom 22. April 1954 als unterste Einheit die "Sparten" gebildet.
 
Im Jahre 1962 teilte man die Anlage in 2 selbstständige Vereine, die Gartenvereine "Waldfrieden" und "Nord", denn durch die weite Entfernung beider Anlagen war die Überschaubarkeit für die Verwaltung nicht mehr gewährleistet.
 
Die erwirtschafteten Erträge jedes Kleingärtners wurde auf Leistungskarten erfasst. Die frischen Erzeugnisse wurden dem Handel angeboten und von der Bevölkerung gern gekauft.
 
Im Jahr 1983 wurden z.B. in der Sparte 12210 kg Gemüse und10480 kg Obst geerntet. Auch Blumen, Pilze, Pflanzen und Saatgut gaben die "kleinen Gärtner" ab. Somit war das Ziel laut Wettbewerbsprogramm auf 100 qm 100 - 130 kg Obst und Gemüse zu ernten, erfüllt (Information des amtierenden Stadtrates für Landwirtschaft Umweltschutz und Wasserwirtschaft, Herrn Günther Buschmann, an die freie Presse Lokalredaktion).
 
Aber auch die Spenden, die die Kleingärtner an verschiedene Bereiche, wie Kindergärten oder Altersheimen gaben, wurden dankbar angenommen.
 
In jedem Jahr fanden Gartenfeste und andere Veranstaltungen statt, denn diese Gartenanlage avancierte zu einem beliebten Naherholungsgebiet für viele Burgstädter, die die Blumenpracht und die Vielfalt der Laubentypen bewunderten, denn über 40 Gartenfeste veranstaltete die Sparte nach ihrer Gründerzeit. 
 
Um den Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu gewährleisten, modernisierte man das Gartenheim mehrere Male. Für die Bewirtung der Gäste sorgten die Mitglieder der Sparte selbst.
 
Im Jahre 1985 wurde in der Gartenanlage das gesamte elektrische Kabel in Eigenleistung und Eigenfinanzierung erneuert.
 
Die Bierbude auf der Wiese vor der Gaststätte wurde leider 2004 abgerissen.
 
2011 oder 2012 wurde am unteren Gang die Wasserleitung erneuert. 
 
2011 erfolgte der Bau der Terrasse vor dem Gartenheim. Zuvor musste eine Fichte weichen.
 
2013 wurde beschlossen den Mittelgang der Gartenanlage zu schließen  und die Fläche an die anliegenden Gärten zu verteilen.
 
Das Vereinshaus (Büro) wurde 2014 renoviert . Es wurde ein neuer Fußboden in Eigenleistung verlegt und die Decke erneuert.
 
2015 wurden in 2 Gärten am Hauptweg ein Obstgarten  angelegt. Es wurden  6 Obstbäume 3 Sauerkirchbäume 1 Pflaumenbaum

2 Johannisbeeren  Sträucher und 1 Pfirsichbaum gepflanzt.

 
2018 erfolgte der Bau des Parkplatzes der 2019 fertiggestellt wurde.
 
2026 wurden weitere 50m des unteren Gartenzauns errichtet. Ebenfalls haben wir das Rundbeet im Obstgarten bepflanzt.
 
Sollte jemand noch Wissen über Ereignisse in unserer Gartenanlage von Interesse haben, so würden wir uns über neue Infos freuen.
 
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Vorsitzende der Kleingartenanlage Nord waren in den Jahren:
 
- 1965 Gartenfreund Börner
- 1967 Gartenfreund Berger
- 1969 Gartenfreund Heinrich, Helmut
- 1972 Gartenfreund Weidelt, Albert
- 1977 Gartenfreund Schacker, Gerhard
- 1979 Gartenfreund Wiechmann, Gerd
- 1984 Gartenfreund Menzel, Harald
- 1999 Gartenfreund Kalkbrenner, Stefan
- 2004 Gartenfreundin Herpich, Sylvia
- 2008 Gartenfreund Berndt, Frank
- 2013 1.Vorstand unbesetzt, übergangsweise vertreten durch den stellvertretenden Vorstand René  Rochler
- 2014 Gartenfreund René Rochler
-2025 Gartenfreundin Herpich, Sylvia